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7. Philharmonisches Konzert

Di 07 02 2017 20:00 Uhr
Glocke, Großer Saal
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Bremer

MUSIKALISCHES FEGEFEUER

Werke von Gustav Mahler, Alfred Schnittke,
Wolfgang Amadeus Mozart

Yuri Bashmet, Viola
Markus Poschner, Dirigent


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Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
> Symphonie Nr. 25 g-Moll KV 183
Alfred Schnittke (1934–1998)
> Konzert für Viola und Orchester
Gustav Mahler (1860–1911)
> Symphonie Nr. 10 3. Satz »Purgatorio«
Gustav Mahler (1860–1911)
> Symphonie Nr. 10 1. Satz Adagio

Yuri Bashmet, Viola
Markus Poschner, Dirigent

Eine Musik »mit hastigem Durchs-Leben-Schreiten im 2. Satz und langsamer und trauriger Lebensüberschau an der Todesschwelle im 3. Satz« – solch ein Zitat kann doch nur von Gustav Mahler stammen, oder? Aber nein: Alfred Schnittke hat das gesagt, nämlich über sein Violakonzert aus dem Jahr 1985. Dunkel und expressiv geht es da zu, Schönheit und Härte gehen nebeneinander – eben ganz so wie bei Mahler. Der in seiner Fragment gebliebenen zehnten Symphonie einen neuntönig-
visionären Akkord aufschichtete, wie ihn die Menschheit noch nicht gehört hatte. Trotzig, radikal, in einem Fortissimo-Aufschrei kulminierend. »Zusammen floss zu einem einzigen Akkord / mein zagend Denken und mein brausend Fühlen.« Alfred Schnittke hätte es nicht schöner sagen können. Und mitten in diesem großen
musikalischen Fegefeuer am Tor zur Hölle: Mozarts »kleine« g-Moll-Symphonie, seine erste Symphonie in Moll. Das Werk eines 17-Jährigen im Sturm und Drang. Und züngelt nicht auch hier schon die Flamme des »Purgatorio«, schön schmerzlich, schmerzlich schön?

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